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Chương 4

Es war ein schöner Herbsttag um 1840, als der vornehme Student Hede in seinem Zimmer in Upsala seinen Kaffee trank. Sein Kommilitone Gösta Olin, äußerlich sein Gegenteil, suchte ihn auf, um ihm eine ernste Mitteilung zu machen. Olin, dessen Familie einst Hedes Vater unterstützt hatte, zögerte, sprach aber schließlich Klartext: Hede verschwende seine Studienzeit mit Geigenspiel und sei sich der finanziellen Lage seines Familienguts Munkyttan nicht bewusst. Die Eisenmine sei erschöpft, die Landwirtschaft unrentabel, und Hedes Mutter kämpfe heimlich mit Geldsorgen, leihe sich überall Geld und verheimliche ihm die Wahrheit, um ihn bis zu seinen Prüfungen zu schonen. Hede war zunächst ungläubig, doch die Schwere von Olins Worten überzeugte ihn. Er versprach, sich von nun an dem Studium zu widmen. Olin jedoch glaubte nicht an Hedes Willenskraft und verlangte seine Violine, überzeugt, dass Hede ohne das Instrument zum Arbeiten gezwungen wäre. Olin offenbart, dass er Hedes Verlobte bemitleide, da Hedes Untätigkeit ihr Leben ruinieren würde. Es wird klar, dass Olin selbst Gefühle für sie hegt und sie durch sein Eingreifen retten will. Hede, gerührt von Olins ehrlicher, wenn auch eigennütziger, Sorge, gab das Instrument schließlich widerwillig her. Nach Olins Weggang versuchte Hede zu arbeiten, fühlte sich aber hoffnungslos und von tiefer Angst um Munkyttan ergriffen. Ohne seine Violine war er verzweifelt, unfähig zu denken und sah in seinem Zimmer ein Gefängnis. Er brauchte dringend Geld, wusste aber nicht, wie er es beschaffen sollte. Gerade in diesem Moment der größten Not begann ein blinder Spielmann im Hof eine falsche Melodie zu spielen. Hede, überwältigt von dem Klang, sprang aus dem Fenster und bat den alten Mann inständig um dessen Violine. Die kleine, ernste Führerin des Blinden, Ingrid, reichte Hede das Instrument mit der Aufforderung, den Freischütz-Walzer zu spielen. Hede spielte, und der einfache Klang der Violine vertrieb seine Traurigkeit und erinnerte ihn an seine Jugend und Stärke. Ein altes Akrobatenpaar, Monsieur und Madame Blomgren, die Hede bei seiner Musik zusahen, ließen sich von der Melodie mitreißen und begannen freudig zu tanzen. Hede erkannte die magische Kraft seiner Musik und beschloss, Berufsmusiker zu werden, um Ruhm und Reichtum zu erlangen. Er spielte nun nicht mehr den Walzer, sondern eine mitreißende Tanzmelodie, die das Paar in einen ekstatischen Tanz versetzte. Die Blomgrens, ehemalige Zirkusartisten, erzählten Hede von ihrer unverbrüchlichen Leidenschaft für die Kunst, auch wenn sie vom Zirkus wegen Madame Blomgrens Leibesfülle entlassen worden waren. Sie lobten Ingrids ausdrucksstarke Augen, bedauerten aber ihre mangelnde künstlerische Begabung. Sie wollten Ingrid unbedingt zur Künstlerin ausbilden, obwohl sie keine Neigung zeigte und trotz Adoptionsofferten bei ihrem Großvater blieb. Hede verteidigte Ingrid leidenschaftlich. Er tadelte die Blomgrens dafür, sie der grausamen Öffentlichkeit aussetzen zu wollen, die sie als alte und verbrauchte Künstlerin fallen lassen würde. Wahre Kunst sei es, einen Menschen glücklich zu machen. Ingrid solle ihre Augen und ihr Lächeln für einen einzigen Menschen bewahren, der sie niemals verlassen und ihr ein schützendes Heim bieten würde. Hede, der dabei seine eigene Angst vor dem Bruch mit dem häuslichen Leben offenbarte, rührte die Blomgrens. Sie versprachen, Ingrid selbst über ihren Weg entscheiden zu lassen. Ingrid schien Hedes Worte verstanden zu haben, und ihr Gesicht erhellte sich. Hede kehrte heim, die Abenteuer nicht weiter deutend, sondern als Mittel zur Rettung des Mädchens vor Kummer sehend.
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